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Die Wissenschaft hinter den Nadeln: Akupunktur unter dem Mikroskop


Die Akupunktur ist eine grundlegende Komponente der traditionellen chinesischen Medizin und wird seit über 2000 Jahren in verschiedenen kulturellen Kontexten angewendet. Ihre Effekte und Wirkmechanismen sind jedoch immer noch Gegenstand aktueller Forschungen. Dieser Artikel zielt darauf ab, einen Überblick über den aktuellen Stand der Wissenschaft im Bezug auf die Akupunktur zu geben und bezieht sich auf eine Reihe relevanter akademischer Publikationen.

Neurochemische Wirkung von Akupunktur

Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass Akupunktur eine tiefgreifende Wirkung auf das Nervensystem hat, die sich in einer neurochemischen Reaktion auf die Stimulation von Akupunkturpunkten zeigt. Nach einer Akupunkturbehandlung wurde eine erhöhte Konzentration von körpereigenen schmerzstillenden Substanzen, den Endorphinen, im Blut nachgewiesen (Han 2004).

Modulation des Immunsystems durch Akupunktur

Die Fähigkeit der Akupunktur, das Immunsystem zu beeinflussen, wurde in einer Vielzahl von Studien dokumentiert. Eine davon zeigte, dass die periphere und zentrale Regulierung von Lymphozyten und Makrophagen durch Akupunktur beeinflusst wird, was zur Modulation von Immunreaktionen führt (Zijlstra et al., 2003).

Einfluss von Akupunktur auf die Durchblutung

Die Akupunktur scheint auch einen Einfluss auf die Blutzirkulation zu haben, vor allem in den Bereichen, in denen die Nadeln eingeführt werden. Nachweisbar ist eine lokal verbesserte Durchblutung, die unter anderem auf eine Vasodilatation durch die Freisetzung von Stickstoffmonoxid zurückzuführen ist (Tsuchiya et al., 2007).

Die Wirksamkeit der Akupunktur

Das Cochrane-Review, eine Organisation, die sich der Bewertung der Wirksamkeit medizinischer Interventionen widmet, hat mehrere Übersichtsarbeiten zur Wirksamkeit der Akupunktur veröffentlicht. Akupunktur wurde als wirksam bei der Behandlung von Spannungskopfschmerzen (Linde et al., 2016) und Migräne (Linde et al., 2016) sowie postoperativen Übelkeit und Erbrechen (Lee and Done, 2004) bewertet.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Akupunktur als komplementäre medizinische Technik immer mehr Akzeptanz in der westlichen Medizin findet. Ihr Wirkmechanismus ist komplex und beinhaltet neurochemische, immunologische und zirkulatorische Aspekte. Obwohl weitere Forschung nötig ist, um die genauen Mechanismen zu entschlüsseln, ist die Akupunktur eine vielversprechende Therapieoption für eine Reihe von Erkrankungen.

Referenzen

Han, J.S. (2004). Acupuncture and endorphins. Neuroscience Letters, 361(1-3), 258-261.

Zijlstra, F.J., van den Berg-de Lange, I., Huygen, F.J., Klein, J. (2003). Anti-inflammatory actions of acupuncture. Mediators of Inflammation, 12(2), 59-69.

Tsuchiya, M., Sato, E.F., Inoue, M., Asada, A. (2007). Acupuncture enhances generation of nitric oxide and increases local circulation. Anesthesia & Analgesia, 104 (2), 301-307.

Linde, K., Allais, G., Brinkhaus, B., Fei, Y., Mehring, M., Vertosick, E.A., Vickers, A., White, A.R. (2016). Acupuncture for the prevention of tension-type headache. Cochrane Database of Systematic Reviews.

Lee, A., Done, M.L. (2004). Stimulation of the wrist acupuncture point PC6 for preventing postoperative nausea and vomiting. Cochrane Database of Systematic Reviews.

Bitte beachte , dass dies zur Informationszwecken dient und nicht als Ersatz für professionellen medizinischen Rat angesehen werden sollte. Konsultiere stets einen Gesundheitsdienstleister, bevor du eine Akupunkturtherapie beginnst.

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